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Stefan Mross – traurige Erinnerung: Heute vor zehn Jahren starb sein Zieh-Papa Karl Moik

Heute vor zehn Jahren musste Stefan Mross Abschied nehmen von seinem Zieh-Vater Karl Moik. Für Schlager.de erinnert er sich.

Stefan Mross, Karl Moik
© imago images/Eventpress

Stefan Mross: Vom Trompeten-Jungen zum echten Entertainer

Stefan Mross ist einer der bekanntesten Entertainer der Schlagerbranche.Wie es dazu kam erfahrt Ihr in diesem Video.

Er war DER Pate der volkstümlichen Musik: Karl Moik. Heute vor zehn Jahren starb er. Für Schlager-Star Stefan Mross ein besonders trauriger Tag.

Stefan Mross und seine Karriere: vom Kinderstar zum Star-Moderator und Star-Sänger. Heute ist er der Dauerbrenner mit seinem ARD-Kult-Format „Immer wieder sonntags“ (seit 2005). Er verdankt alles seinem berühmten Zieh-Papa – Karl Moik. Karl Moik – der war nicht einfach nur ein Moderator. Er war ein Idol der volkstümlichen Musik. Millionen kannten ihn aus dem „Musikantenstadl“. Vor fast 36 Jahren änderte sich Mross‘ Leben schlagartig.

Stefan Mross – Mit 13 verändert sich auf den Schlag sein Leben

Es war der 1. Juli 1989. Stefan Mross war gerade mal 13. Aufgeregt, mit Trompete in der Hand, Trachtenweste – und einem Lied, das ganz Deutschland rührte. Es war die „Heimwehmelodie“ von Walter Scholz. Millionen Zuschauer verfolgten den Auftritt beim „Grand Prix der Volksmusik“. Im Saal: Karl Moik – mit feuchten Augen. Sein „Bua“ stand da oben. Der Junge, an den er geglaubt hatte. Für Mross ist dieser Tag unvergesslich. Gegenüber Schlager.de erinnert er sich exklusiv: „Den 1. Juli 1989, als ich den Grand Prix der Volksmusik gewonnen hatte, werde ich nie vergessen. Mit einem Drei-Minuten-Auftritt hat sich mein Leben komplett geändert.“

Der. 1. Juli 1989, der Tag, der alles verändert hat: (v.L.) Karl Moik, Stefan Mross, Moderatorin Carolin Reiber und Patrick Lindner bei Mross‘ Sieg beim Grand-Prix der Volkmusik in Linz © IMAGO / Spöttel Picture Credit: imago images/Spöttel Picture

Doch dem großen Moment ging eine besondere Begegnung voraus. Mross erinnert sich an einen Auftritt bei einer Hochzeit – mit einem ganz speziellen Gast: „Ein Dreivierteljahr zuvor bin ich von Karl Moik entdeckt worden – er, der Mentor des Musikantenstadls, der Mentor von mir, von Florian Silberreisen und – das möchte ich mal behaupten – von den Schürzenjägern – und vielen anderen mehr. Man muss wissen, dass ich auf der Hochzeit des Schwagers von Karl Moik, der ein guter Freund von mir ist, nicht auftreten wollte, weil ich gewusst hatte, dass der Karl Moik kommt.“ Er habe extra gefragt, wann er auftaucht. Mross: „Denn genau dann wollte ich auf keinen Fall auftreten. Weil ich dann zu nervös geworden wäre.“

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Sein Umfeld beruhigte ihn, flunkerte, dass Moik erst am Abend kommen werde. Also trat Mross am Nachmittag auf. „Ich habe die ‚Heimwehmelodie‘ von Walter Scholz gespielt, und ‚Il silenzio‘, begleitet von einem Alleinunterhalter vor 50 Leuten. Und genau in dem Moment kommt Moik und sieht es. Ich hab‘ da einige blöde Witze gemacht. Ab da war ich dabei.“

„Mein Leben hat sich also damals mit zwölf Jahren entscheidend geändert. Das war mein Schicksal, mein positives. Ich war dann bei der Sendung ‚Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen‘, eine ORF-Sendung. Da war die Resonanz so groß, dass ich zum ‚Musikantenstadl‘ durfte. Vier Monate später mein Sieg. Auf Platz zwei Patrick Lindner mit ‚Die kleine Tür zum Paradies‘.“

Mross musste weinen, als ihn Moik überraschte

Wie tief die Verbindung zu Moik war, zeigte sich 2010, fünf Jahre vor Moiks Tod. Bei der „Krone der Volksmusik“ kam es zu einem Moment, den Mross bis heute nicht vergessen kann. Mross: „Da hat mich Karl Moik überrascht. Das war so krass. Als ich gewonnen hatte, hatte er geweint. Das ging ja in die TV-Geschichte ein. Mein emotionalster Moment war eben, als Karl Moik bei der ‚Krone‘ plötzlich vor mir stand. Mein Papa ist früh gestorben. Karl Moik war mein Zieh-Papa …“



Ein Jahrzehnt ist seit dem Tod von Karl Moik vergangen. Doch für Stefan Mross bleibt er unvergessen – als Mentor, Freund und Vaterfigur.